Die Herstellung von Fladenbrot

Was wollen wir im Lager essen? Das ist bei jedem Markt wieder die große Frage. Meistens gibt es Suppe, da dies einfach das Einfachste ist für eine so große Truppe herzustellen.

Was könnte es denn zu der Suppe geben als gekauftes Brot oder mal etwas anderes als Suppe. Also auf in das große Rezeptbuch Namens Internet. Das eine ist zu aufwendig, dafür braucht man einen Ofen, dafür braucht man viel zu viele Töpfe und Pfannen… da das kingt gut das Fladenbrot:

Fladenbrot
Zutaten für 8 Brote
450 g Roggenvollkornmehl
1 Teel. Salz
50 g Butter
20 g Hefe
275 ml lauwarmes Wasser
75 g Weizenkleie

Hier die Variante mit Hefe, die für heutige Verhältnisse genießbarer ist. Außerdem setzen wir statt der historisch getreuen Birkenrinde oder Kiefernborke Weizenkleie bei.
Die Hefe mit etwas Wasser glatt rühren, das restliche Wasser hinzugeben und mit dem Mehl zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Weizenkleie nach und nach dazugeben. Den Teig für ca. 5 Minuten gut durchkneten. Dann den Teig in 8 ungefähr gleich große Stücke teilen und zu runden Fladen ausrollen..
Eine große Pfanne fetten, den Fladen in die Pfanne geben und mehrfach mit dem Messer einstechen. Nun den Fladen unter mehrfachem Wenden in der Pfanne ausbacken. Das dauert, je nach Teigdicke, zwischen 10 bis 20 Minuten pro Brot. Das Brot kann auch auf dem Backblech im Backofen gebacken werden, dann entfällt das Wenden.
Warm serviert schmeckt das Brot am besten. Zum kalt essen eignen sich dünne Fladen am besten, denn das Brot wird abgekühlt ziemlich zäh und schnell hart, ist dann aber lange haltbar. Geschmacklich etwa mit Knäckebrot vergleichbar.

 

Da wir mehr als 8 Brote brauchen für unser Lager verdoppeln wir einfach mal die Menge.

Also los! Alle Zutaten mühselig erkämpft (Wo findet man denn Weizenkleie? Verkäufer: Wofür braucht man das und was ist das???), kann es endlich losgehen.

Mist das Rezept ligt natürlich fein aufgeschrieben zu Hause. Also wird improvisiert. Alle Hefe, das ganze Mehl, ein Bisschen Wasser und die halbe Tüte der Weizenkleie. Das Salz wird vergessen.

Den Teig schön zusammen gerüht. Der Teig ist schön klebrig und wird ersteinmal stehengelassen, dass die Hefe ihre Arbeit machen kann.

Nach einiger Zeit und vielen verzweifelten Blicken, ob die Hefe auch arbeitswillig ist, werden die ersten Fladenbrote geformt. Damit die Brote nicht verbrennen, haben wir sie zu dritt in drei Pfannen gebraten. Natürlich über dem offen Feuer, was gelegentlich zu Butterbränden in den Pfannen geführt hat (Nur authentisch). Naja die Brote sind alle gelungen und werden zu der Suppe gereicht. Ob sie auch schmecken?

Ja sie haben wunderbar geschmeckt!

So gut, dass sie innerhalb kürzester Zeit alle verspeist und sie zum nächtsten Lager einstimmig gefordert wurden . Diesesmal zu selbstgemachtem Kräuterquark, was sehr gut geschmeckt hat und bei den enorm sommerlichen Temperaturen genau das richtige war.

 

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